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Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Artikel Nr.: 805<BR>

Untergruppe der Reinigungsmittel, deren entscheidendes Prinzip abrasiv wirkende Gesteinsmehle (Quarz, Bims, Marmor, Kieselgur, Tonerde etc.) sind, so daß S. überwiegend Hilfsmittel für eine mechanische Reinigung sind.

Wichtig für die Materialverträglichkeit der S. sind Größe und Härte der Partikel. Die Größe sollte 0,05 mm nicht überschreiten. Für die Härte eines Minerals gibt es Relativwerte (Skala von 1-10), die besagen, daß eine Oberfläche nur von einem Material mit höherem Härtegrad geritzt werden kann. So sollte beispielsweise für empfindliches Messing nur ein weiches S. auf Basis von Marmor o.ä. benutzt werden sollte.
Daneben enthalten S. meist Tenside, Gerüststoffe, Duftstoffe, Farbstoffe und seltener Bleichmittel. Bei letzterem sind chlorhaltige Wirkstoffe abzulehnen. S. werden sowohl in fester Form (Scheuerpulver) wie auch als wäßrige Dispersionen (Scheuermilch) angeboten. Die Übergänge zu den Putzmitteln sind fließend.
Insgesamt stellen S. i.d.R. empfehlenswerte Produkte dar, die hohe Reinigungsleistung mit einem geringen Chemikalienaufwand erzielen. Ganz ohne direkte Abwasserbelastung kommen Scheuerschwämmchen (Pads), Stahlwolle etc. aus.
Der Absatz an S. entwickelt sich immer mehr zugunsten des Typs Scheuermilch, weil dieser meist weichere Abrasivstoffe enthält. Es gibt aber auch milde Scheuerpulver. Der Vorteil letzterer ist der niedrigere Verpackungsaufwand, enthält die Milch doch bis zu 50% Wasser.
Silikose


Stichwortstand: 1993

Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 8. Mai 2001

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