A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Frühstücksflocken
Frühstücksflocken, die für Kinder vermarktet werden, sind fast ausnahmslos überzuckert und erfüllen nicht die Ansprüche an ein kindgerechtes Frühstück. Das zeigt ein Marktcheck von foodwatch.
Video >>
Fischen tut weh
„Forelle macht heute blau“, diese Antwort könnten künftig Restaurantbesucher zu hören bekommen, wenn sie die tierquälerische Fischspeise ordern.
Video >>
"Hope is..."
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN stellt heute ihren neuen Videoclip „HOPE is…“ online. Ziel des Videos ist es nicht nur, die Organisation als Hoffnungsbringer für Tiere in Not zu positionieren.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Zukunftsfähige Landwirtschaft gestalten – wie viel Strukturwandel brauchen wir?

Herausforderung Gebäudesanierung im Denkmalschutz

Das Buch vom Meer

Evidenzbasierter Artenschutz

Energetische Wohnungen und Quartiere bauen

Waldgräser

Bella mia – nach dem Erdbeben von L'Aquila

Die Kunst der botanischen Illustration

Standortwahl für Windkraftanlagen

Architektonische Vielfalt von Einfamilienhäusern

Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Substanzen und Werkstoffe  | Artikel Nr.: 679

A. ist chemisches Element der V. Hauptgruppe. Symbol Sb, Ordnungszahl 51, Schmelzpunkt 630 Grad C, Siedepunkt ca. 1.637 Grad C, Dichte 6,68 g/cm3, silberweißes glänzendes, sehr sprödes, leicht pulverisierbares Metall, MAK-Wert 0,05 mg/m3.

Antimon ist ein toxisches Spurenelement, das meist mit Schwefel und Arsen vorkommt. Wenn es in das Blut gelangt wirkt es sehr giftig. Über Magen und Darmwände wird Antimon und seine Verbindungen allerdings nicht gut aufgenommen. Bei oraler Aufnahme rufen sie starken Brechreiz hervor, so dass A.-Vergiftungen selten auftreten.

Die Toxizität von A. kann nur schwer beurteilt werden, da es fast immer mit anderen giftigen Metallen wir Blei und Arsen auftritt, deren Wirkung im Vordergrund steht. Antimontrioxid wirkte im Tierversuch eindeutig kanzerogen. Die kanzerogene Wirkung des Metalloxids ist dagegen umstritten. Antimon wirkt allerdings teratogen und mutagen.

Die tägliche A.-Gesamtaufnahme mit der Nahrung wird für Deutschland auf 23 µg/Tag geschätzt. A. ist nicht essentiell, kann aber in kleinen Dosen wachstumsfördernd wirken.

Die Trinkwaserverordnung sah bisher einen Grenzwert von 10 µg/Liter vor, der durch die Novellierung der Verordnung auf 3 µg/Liter abgesenkt wurde. Laut Weltgesundheitsorganisation wird die tägliche Gesamtaufnahme von A. mit 0,86 µg angegeben. Eine chronische Vergiftung zeigt sich u.a. durch orange bis gelbbraune Verfärbungen der Zähne, Brustschmerzen und Übelkeit. Spätfolgen sind Schäden an Leber und Milz.

A. kommt in der oberen Erdkruste selten vor. Die wichtigsten Mineralien sind Antimonit und Valentinit. Die Weltproduktion lag 1985 bei 70.000 t/a. Reinstes A. wird in der Halbleitertechnik benötigt und wird als Legierungszusatz zur Erhöhung der Härte von Blei, Zink und Kupfer eingesetzt.

Umweltbelastungen mit A. sind stark an menschliche Aktivitäten wie etwa den Betrieb einer Müllverbrennungsanlage geknüpft. A.-Emissionen werden hauptsächlich durch Verbrennung von Kohle (10.000 t/a weltweit) und natürlicher Erosion (5.000 t/a weltweit) verursacht. Tabak enthält rund 0,1 mg/kg im Trockengewicht, davon werden rund 20 Prozent durch den Zigarettenrauch inhaliert.

Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012

Weitere Meldungen zum Thema "Antimon":

Das ändert sich 2013Das ändert sich 2013
Frankfurt a. M., 30.12.2012: Pünktlich zum Stichtag 1. Januar 2013 müssen Verbraucher eine Vielzahl neuer Gesetze, Verordnungen und Richtwerte beachten. Es gibt einige erfreuliche Veränderungen, aber Neuerungen, die teuer werden oder sogar auf Kosten der Gesundheit gehen können.
Mineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon verunreinigtMineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon verunreinigt
Heidelberg, 25.01.2006: Prof. William Shotyk und seine Mitarbeiter am Institut für Umwelt-Geochemie der Universität Heidelberg bestimmten Antimon im Wasser von 15 kanadischen Handelsmarken und 48 Marken aus ganz Europa In PET-Flaschen abgefülltes Mineralwasser ist mit Antimon (Sb), einem potentiell toxischen Schwermetall, dass keine bekannte physiologische Funktion besitzt, verunreinigt.
Globale Verschmutzung der Erdatmosphäre mit Antimon steigtGlobale Verschmutzung der Erdatmosphäre mit Antimon steigt
Heidelberg, 12.11.2005: Antimon-Messungen von Schnee- und Eisproben aus der kanadischen Arktis zeigen, dass die Anreicherung dieses potenziell toxischen Elements in Aerosolen in den letzten dreißig Jahren um 50% stieg - Am Institut für Umwelt-Geochemie der Universität Heidelberg finden Forscher überraschende Ergebnisse - weit reichende Auswirkungen für die Qualität der Luft weltweit.
Buchrezension: Gefährdungsabschätzung von UmweltschadstoffenBuchrezension: Gefährdungsabschätzung von Umweltschadstoffen
Köln, 13.12.2004: Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen hat für den Bereich der Umweltstandards bereits 1996 transparente Verfahren, eingehende Begründungen und Veröffentlichungen in jedermann zugänglichen Publikationen gefordert. Das ergänzbare Handbuch zur "Gefährdungsabschätzung von Umweltschadstoffen" setzt diese Anregung seit Jahren in vorbildlicher Weise um..
Ab in die FedernAb in die Federn
Frankfurt, 29.09.2004: Die meisten Bettdecken mit Polyesterfüllung sorgen nicht für einen gesunden Schlaf. Sie enthalten Rückstände gesundheitsschädlicher Chemikalien, die bei der Produktion verwendet wurden. Zu diesem Ergebnis kommt das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST nach einer großen Untersuchung von 19 Marken.