A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Rückblicke
Webvideothek
Bienensterben
Für das zunehmende Bienensterben macht man über die Medien seit Jahren schon viele Verursacher aus. Ob Mobilfunk, Klimaveränderungen oder Schädlinge - alles muss herhalten, um das Phänomen des Massensterbens zu erklären.
Video >>
Weltwassertag 2011
Vom 21.-27. August tagt die Weltwasserkonferenz in Stockholm. Auch in diesem Jahr treffen sich dort Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen, um die Problematik der weltweiten Süßwasserverfügbarkeit zu diskutieren.
Video >>
Goldener Windbeutel 2012
Am Firmensitz von Hipp im bayerischen Pfaffenhofen (Ilm) hat die Verbraucherorganisation foodwatch heute den Goldenen Windbeutel für die Werbelüge des Jahres verliehen.
Video >>

Zur Web-Videothek >>

Top-News
Inserate
Umweltlexikon-aktuell.de | Chemie und Prozesse  | Artikel Nr.: 630

Stichwort: "Aluminiumherstellung" in der Rubrik Chemie & Prozesse

Das Ausgangsmaterial zur A. ist das Mineral Bauxit.

Neben Australien sind zahlreiche Länder der sogenannten Dritten Welt Exporteure von Bauxit. Beim Bauxitabbau werden großflächig Landschaften zerstört, wie dies allgemein für den Tagebau charakteristisch ist. Die Raffination des Bauxits zum Aluminiumoxid am Abbauort benötigt große Energiemengen. Pro Tonne Aluminium fallen ca. 1,5 Tonnen Rotschlamm (Eisen- und Titanoxide sowie Kieselsäuren) an, der als Abfall deponiert werden muß (Deponie).

Zur eigentlichen Aluminiumgewinnung wird das Aluminiumoxid geschmolzen und an Kohlenstoffelektroden zu Aluminium und Sauerstoff elektrolysiert. Um den Schmelzpunkt des Aluminiumoxids bei der Elektrolyse zu erniedrigen, werden fluoridhaltige Verbindungen (hauptsächlich Kryolith Na3AlF6) zugegeben.

Der Elektrolyseprozeß zeichnet sich durch einen extrem hohen Energieverbrauch (14.000 kWh/t Aluminium) aus. Der Energieverbrauch zur Produktion einer t Aluminium ist 4mal so hoch wie zur Produktion einer t Papier, 10mal so hoch wie zur Produktion einer t Weißblech und 27mal so hoch wie zur Produktion einer t Glas! Erfolgt die A. direkt am Bauxitabbauort, so werden dort häufig riesige Stauseen angelegt, um eine billige Energieversorgung sicherzustellen. Dies führt, wie Beispiele aus Südamerika zeigen, zu Landschaftszerstörung und irreversiblen Schäden am Ökosystem.

In Deutschland werden Strompreise für Großabnehmer subventioniert, so daß sie unter dem Erzeugerpreis liegen! Dies bedeutet, daß die Produktionspreise für Aluminium nicht den realen Preisen entsprechen.

Beim Elektrolyseprozeß fallen Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Schwefeldioxid (SO2), Staub und fluorhaltige Verbindungen (hauptsächlich Fluorwasserstoff) an, die die Umwelt teils erheblich belasten (Saurer Regen, Fluorwasserstoff).


Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012